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Die HICOG-Siedlung in Bonn - Tannenbusch!

HICOG-Siedlung in Bonn - Tannenbusch | Verein engagierter Bürger HICOG-Siedlung in Bonn - Tannenbusch | Foto © September 2010 Klaus Gölker

Als HiCoG-Siedlungen bezeichnete man Wohnkomplexe, die nach dem Zweiten Weltkrieg für die Familien der Beschäftigten der Dienststelle des amerikanischen High Commissioner of Germany Externer Link zu Wikipedia/ High Commissioner of Germany errichtet wurden. Dessen Zentrale wurde 1949 von der amerikanischen Besatzungsmacht von Frankfurt am Main in die vorläufige Hauptstadt Deutschlands nach Bonn verlegt.

In Bonn entstanden unter maßgeblicher Planung des Architekten Sep Ruf Anfang der 50iger insgesamt drei HiCoG-Siedlungen, nämlich in Plittersdorf, in Muffendorf und in Tannenbusch. Die Siedlungen besaßen eine eigene Versorgungsinfrastruktur, wie sie in Amerika üblich ist, und umfassten neben eigenem Straßen- und Wegenetz sowie Energieversorgung zum Teil auch Schulen und Kindergärten.

DInnerhalb der HiCoG-Siedlung Tannenbusch war das markanteste Bauvorhaben das Gebäude Im Tannenbusch 3, das erste Hochhaus, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Bonn gebaut wurde.

Heute gehört die Siedlung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Externer Link zu Wikipedia/ BImA.

Verwaltet wird die Siedlung von dem Konsortium BauGrund/TREUREAL Baugrund Immobilien-Management GmbH in Bonn.

Berichte zur Siedlung

Über das Umfeld unserer schönen Siedlung und die Geschichte des alten Tannenbuschs

General Anzeiger Bonn vom 17.06.2013

Reise ins Gestern - Vom Reihenhaus zum Wohnsilo


Literatur

Helmut Vogt: Wächter der Bonner Republik.
Die Alliierten Hohen Kommissare 1949–1955,
Verlag Ferdindand Schöningh, Paderborn 2004,
ISBN 3-506-70139-8, S. 103–118.

Andreas Denk, Ingeborg Flagge: Architekturführer Bonn.
Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997,
ISBN 3-496-01150-5, S. 79.